Sonntag, 22. November 2009

Filmische Arbeiten

Rechtzeitig vor Einsendeschluss habe ich an einem Wettbewerb von Mx3 zur Vertonung eines Kurzfilms mitgemacht. Als Aufgabe galt es Musik für den Film "The Score" zu komponieren. Dies ist mein eingesendeter Beitrag:




Etwas länger her ist die Produktion des ersten Videoclips von Feel Like An Apple:

Donnerstag, 10. September 2009

Zugfahrt

Im Sommer dieses Jahres kam es zu einem spontanen Featuring zwischen Ala - einem sehr talentierten, jungen Songwriter - und mir alias Feel Like An Apple. Aufgenommen wurde der Track in der heimischen Umgebung in Murg. Ausgerüstet mit zwei ADX51 Kleinmembran-Kondensatormikrofonen, einem SM7b Gesangsmikrofon, einer Mbox und dem wunderbaren MacBook tüftelten wir ziemlich lange am Gitarren Sound. Je nach Position der beiden Kleinmembraner erhielt man von der selben Gitarre einen ganz anderen Klang. Die Mikrofonierung kann sozusagen als EQ verwendet werden. Als wir uns schliesslich sicher fühlten, die besten Positionen gefunden zu haben, legten wir los mit den Aufnahmen der Gitarren.

Anschliessend folgte der Gesang. Mit dem SM7b hatten wir dabei wenig Probleme. Man kann nicht viel beeinflussen und erzielt in der Regel immer gute Resultate. Der Vorteil dieses dynamischen Mikrofons ist, dass es die Umgebungsgeräusche sehr gut ausblendet. Gerade bei einer Homerecording Session ist es deshalb sehr angenehm damit zu arbeiten, da es "schlecht" klingende Räume keine grosse Bedeutung zuordnet. Nach einigen Stunden waren die Tracks dann im Kasten.

Vollendet, gemischt und gemastert wurde der Song in der Folge in Wien. Mit Synthesizern, Drum Loops und Stepsequenzern wurden schliesslich die restlichen Spuren eingespielt. Gemischt und gemastert wurde mit Pro Tools und dem Joemeek TwinQ. Das Endergebnis ist der Track "Zugfahrt", den man sich auf folgenden Seiten anhören kann:


Check it out!


Donnerstag, 13. August 2009

Hörspiel

An der SAE hatten wir für die eine Übung die Aufgabe ein Hörspiel aufzunehmen. Sehr spannend war dabei, dass wir mit Leni Lust eine in diesem Bereich professionell tätige Autorin für unser Unterfangen finden konnten. Das aufgenommene Stück ist eine schöne Kindergeschichte. Sie selber und Johannes Spitzl übernahmen dabei die beiden Sprecherrollen. Wir im Tontechniker Team kümmerten uns um die Aufnahme und die Geräusche. Hier der Link zum Endergebnis, das man sich anhören kann:

Sonntag, 5. Juli 2009

Filmprojekt Farina - Teil 2

Die Post- produktion fand in einem sehr gedrängten Zeitrahmen statt, da sich das Filmteam an den Abgabe- termin an der Uni zu halten hatte. Nachdem die Regiesseurin eine erste Auswahl an guten Szenen getroffen hatte, macht sich der Cutter an die Arbeit. Ich liess mir bei der Gelegenheit die Chance nicht nehmen, ihm bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Mit grossem Interesse beobachtete ich seine Arbeit in Final Cut.

Nachdem die Deadline für den definitiven Schnitt überschritten wurde, habe ich unter grösstem Zeitdruck den Ton fertig stellen müssen. Mit viel Arbeit habe ich beispielsweise bessere Tontakes so unauffällig wie möglich ins Bildmaterial eingefügt. Daneben habe ich pregnannte Geräusche mit meinen aufgenommenen Samples unterstützt (Türknallen, Fahrradgerschäusche etc.). Es galt auch die Stimmen zu bearbeiten, um störende S-Laute zu unterdrücken. Ich habe an allen Ecken und Enden versucht, das beste aus dem Material rauszuholen.

In einem weiteren Schritt habe ich mit Hilfe eines Mitstudenten das Rauschen unterdrückt. Er verfügt über ein Plugin, welches störende Geräusche rausfiltern kann, in dem es aus reinen Rauschgeräuschen lernt und diese Störsignale in der Folge unterdrückt. Ziemlich beeindruckt von diesen technischen Möglichkeiten habe ich die eindeutig bessere Tonqualität freudig zur Kenntnis genommen.

Den Ton habe ich mit Pro Tools bearbeitet, das in der Filmtonbranche ein sehr gängiges Programm ist. Die Bearbeitung der Tonspuren mit Rücksicht auf das Bildmaterial ist sehr einfach und übersichtlich. Spannend ist vor allem die Wirkung des Tons im Film. Wann soll ein Signal laut sein, wann eher leise? Wichtig ist immer, dass man sich überlegt, was für die Story wichtig ist. Unbedeutende Geräusche müssen dabei nicht hervorgehoben werden, da dies für den Zuschauer eher irritierend wirkt.
Insgesamt habe ich in diesem Projekt viel gelernt. Zudem hat es grossen Spass gemacht. An ähnlichen Projekten würde ich sehr gerne wieder mitarbeiten. Die Übungen und die Vorlesungen an der SAE sind eine Sache, die praktischen Erfahrungen eine andere...

Filmprojekt Farina - Teil 1

Im Juni habe ich bei einem studen- tischen Film- projekt mit- gearbeitet. Der Film wurde von Studenten des Studien- gangs "Medien-, Film- und Theaterwissenschaften" gedreht. Im Internet haben sie zusätzlich nach Schauspielern und einem Tontechniker gesucht. Nachdem ich mich auf diese Anzeige gemeldet habe, war ich als Tontechniker an Bord. Dabei war ich sowohl auf dem Set, wie auch in der Post Produktion für den Ton zuständig. In diesem Teil möchte ich mich auf die Arbeit am Set beschränken.

Da ich die definitive Zusage für die Mitarbeit erst am Vorabend des ersten Drehtages bekommen habe, blieb für eine gemeinsame Vorbereitung keine Zeit und ich wurde sozusagen ins kalte Wasser geworfen. Das Equipment habe ich erst am Drehtag zu Gesicht bekommen. Den Ton wurde über ein kleines 4-Kanal Mischpult von Behringer direkt in der Kamera aufgenommen. Da die Behringer Pre Amps nicht unbedingt für ihre Qualität bekannt sind, haben die Signale entsprechend gerauscht. Meine Pre Amps wären mit Sicherheit um einiges besser gewesen. Eine Verwendung meiner Geräte war aber aus Zeitgründen nicht mehr möglich. Also musste ich mit den gesetzten Gegebenheiten klar kommen.

Meine
Aufgabe bestand in erster Linie darin, mit der Tonangel möglichst gute Signale einzufangen ohne im Bild zu sein. Was auf den ersten Eindruck nicht so schwierig erscheint, ist auf Dauer sehr anstrengend, braucht grosse Konzentration, erfordert eine ruhige Hand und manchmal auch eine gewisse Kreativität. Obwohl ich mich hauptsächlich auf die Position der Angel konzentrieren musste, sollte ich gleichzeitig auch den Pegel (mit Anzeige auf dem Display der Kamera) möglichst gut im Griff haben. Wenn es offensichtlich übersteuert hat, musste ich einschreiten und einen weiteren Take dieser Szene einfordern.

An den drei Drehtagen standen unterschiedliche Mikrofone zur Verfügung. Am ersten und grösstenteils am zweiten Tag war das ein Richtmikrofon von Sennheiser - dazwischen zur Not mein SM7 - und am letzten Drehtag ein NTG1 von Rode.

Die Arbeit hat insgesamt sehr grossen Spass gemacht. Das Zusammenspiel zwischen Regie, Licht, Kamera und Ton ist äusserst spannend. Die Drehtage waren sehr lang, die Zeit verging dabei aber wie im Flug. Nach Drehende habe ich mich zusätzlich um Samples für einzelne wichtige Geräusche gekümmert, welche dann schliesslich in der Postproduktion unterstützend zur Anwendung kamen. Gedreht haben wir in einer privaten Wohnung, in einem Park und in einem Krankenhaus in Wien. Jedes Mal waren dieBedingungen im Bezug auf die Akustik völlig unterschiedlich.

Ich habe festgestellt, dass man in der Praxis wirklich sehr viel lernen kann, was mich motiviert weitere solche Projekte in Angriff zu nehmen.

Test zufriedenstellend verlaufen

Die Live-Aufnahme von Meidling3 im Replugged in Wien ist grundsätzlich geglückt. Das Setting mit dem Digi 003 Rack+ und dem Channelstrip TwinQ von Joemeek wurde durch ein Interface von Steinberg (MR816 X) mit zusätzlichen 8 ADAT Kanälen ergänzt. Pro Tools vermochte mit dem MacBook 18 Signale gleichzeitig aufnehmen, wenngleich das Recording einmal abriss. Für Live-Aufnahmen bei Konzerten auf Auftragsbasis scheint das Equipment daher nicht geeignet zu sein, weil ein solches Aussetzen nicht hinnehmbar ist. Es stellt ein zu grosses Risiko dar, den Leistungsauftrag nicht vollumfänglich erfüllen zu können. In diesem Fall scheint beispielsweise ein HD24 überlegen zu sein.

Das bestehende Equipment ist aber durchaus fähig eine ganze Band live im Proberaum aufzunehmen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, weil ein simultaner Aufnahmeprozess gegenüber dem Overdub Verfahren doch einige Vorteile hat. Gerade wenn die Band nicht gewohnt ist, die einzelnen Instrumente nacheinander aufzunehmen, kann ein gleichzeitiges Aufnehmen von allen Instrumenten bessere und natürlichere Resultate liefern.

Dieser Test war auf alle Fälle sehr interessant. Vor allem das einfandfreie Funktionieren der 8 ADAT Eingänge hat mich sehr erfreut, da ich das bis zu diesem Zeitpunkt nicht testen konnte.
Eine grosse Erfahrung war auch innert kurzer Zeit das beste aus den Signalen rauszuholen, da die notwendigen Direct Out Kabel nur wenige Minuten vor Konzertbeginn angeschlossen werden konnten, weil sie vorher noch nicht verfügbar waren. Da waren schon einige Schweisstropfen auf der Stirn zu finden, die nicht nur der Hitze zugeschrieben werden konnten...

Mittwoch, 27. Mai 2009

Live Einsatz

Am 12. Juni wird das Aufnahme-Equipment voraussichtlich einen ersten Live Test bestehen müssen. Im Replugged, an der Lerchenfelderstrasse 23 im 7. Bezirk, ist geplant, das Konzert von Meidling3 & Friends live aufzuzeichnen. Die dreiköpfige Band wird dabei von drei Gastmusikern unterstützt. Mehrstimmiger Gesang, Keyboards, Perkussion und diverse Gitarren werden das Publikum an diesem Abend unterhalten.

Im tontechnischen Einsatz stehen dabei das Digi 003 Rack+ sowie ein Interface von Steinberg, das über ADAT angeschlossen wird. Zur Verfügung stehen damit 16 Kanäle, welche gleichzeitig aufgezeichnet werden können. Es sind also genügend Kanäle vorhanden, um alle Instrumente sowie zwei Raumsignale aufnehmen  zu können.

Ich bin sehr gespannt wie dieser Live Test funktioniert. Ich hoffe sehr, dass wir damit ein zufriedenstellendes Resultat erreichen.

Samstag, 23. Mai 2009

Erste Erfahrungsberichte

Das Equipment ist mittlerweile bei mir eingetroffen und bereits auf die Funktionstüchtigkeit getestet. Ich bin sehr glückich darüber, dass alles in gutem Zustand bei mir angekommen ist. Jetzt gilt es, mich mit den verschiedenen Bestandteilen vertraut zu machen und den Aufnahmeprozess zu optimieren.

Seit Erhalt der Audiointerfaces arbeite ich an einem Song. Es macht grossen Spass die einzelnen Bestandteile miteinander zu kombinieren. Sowohl das Digi 003 Rack+, wie auch der zweikanalige Channelstrip von Joemeek verfügen über gute Preamps. Nichtsdestotrotz sind Unterschiede im Klang auszumachen. Zusätzlich hat man beim TwinQ natürlich durch den optischen Kompressor und den Equilizer unzählige Möglichkeiten den Klang zu beeinflussen. In Kombination mit den verschiedenen Mikrofonen ergibt sich eine breite Platte an verschiedenen Sounds, die erzeugt werden können.

Daneben arbeite ich wie angekündigt am Mixdown vom Live Konzert von FFBD im vergangenen Januar im Alten Kino in der Ostschweiz. Dieses Projekt ist sehr zeitintensiv und wird sich über einige Zeit hinziehen. Diese Arbeit hilft mir den Umgang mit Pro Tools 8 im Editierbereich zu verschnellern und die Abläufe zu optimieren. Gerade weil es sich um eine riesige Datenmenge handelt, muss man einige Überlegungen anstellen, wie man bei einem solchen Projekt vorgeht. Das sind spannende Erfahrungen, auf die ich bei kommenden Projekten zurückgreifen kann.

Am gestrigen Abend konnte ich zudem mein Mikrofonset von Audix zum ersten mal testen. Das DP7 ist wirklich eine wunderbare Komposition an sehr guten Mikrofonen, die brauchbare Signale liefern. Im Hinblick auf die nächste Übungsabgabe an der SAE müssen wir eine Musikaufnahme machen. Über eine vorbereitete Pilotspur haben wir zuerst die Gitarre aufgenommen. Dafür haben wir die beiden Kleinmembran-Kondensator Mikrofone (ADX51) aus dem Set genommen, die bei einer Schlagzeugaufnahme als Overhead Mics zum Einsatz kommen würden. Das eine wurde unten am Griffbrett, das andere etwas weiter oben aus der Sicht des Musikers links am Korpus positioniert. Der Klang, den wir auf diese Weise erzielten, war sehr natürlich und angenehm.

Für die anschliessende Bassaufnahme haben wir drei Mikrofone ausgetestet. Einerseits das D6 (Bassdrum) und das D4 (Floortom/Bassdrum) aus dem Set, andererseits das legendäre D112 von AKG. In diesem Fall lieferte das D6 den besten Klang. Ein mächtiger Bass mit einem klaren Signal war das Resultat. Auch das D4 war um einiges besser als das D112. Jedoch kann es sein, dass das Mikrofon von AKG durch die Verwendung an der Schule evtl. schon leicht ramponiert ist, weshalb ich an dieser Stelle keine abschliessende Bewertung dieses Mikrofons vornehmen möchte. Die Mikrofone von Audix lieferten aber auf alle Fälle die besseren Signale.

Später haben wir noch ein Cajon aufgenommen. Wir positionierten das D6 hinten am Schallloch, das D4 vorne im unteren Bereich,  sowie ein i5 (im Set für die Snare, dynamisches Mikrofon, ähnlich zum SM57 von Shure) und ein ADX51 vorne im oberen Bereich. Auch hier überzeugten die Mikrofone von Audix. Sehr spannend wird es sein im Mix die richtige Kombination der Signale zu wählen, weil diese aufgrund der Position und auch der verschiedenen Mikrofontypen doch sehr unterschiedlich sind.

Alles in allem habe ich mich im Kauf des DP7 Sets von Audix sehr bestätigt gefühlt. Ergänzt mit dem SM7b, welches ich letzte Woche erhalten habe, kann ich unzählige Instrumente brauchbar aufnehmen. Von akustischen und elektrischen Gitarren über Holz- und Blechblasinstrumente bis zu Schlagzeug, Perkussion und Gesang ist überall ein passendes Mikrofon mit einer anständigen Qualität vorhanden. Ich freu mich auf jeden Fall auf alle zukünftigen Aufnahmen mit meinem eigenen Equipment!

Mit den Studiomonitoren von KRK bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Sie sind sehr angenehm und damit geeignet, um auch über 
eine längere Zeit Musik objektiv beurteilen zu können. Der Klang ist sehr linear und es macht Spass mit ihnen zu arbeiten.

Montag, 4. Mai 2009

Equipment Anschaffungen

Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedensten Audio Interfaces, Mikrofonen, Pre Amps und Studiomonitoren, habe ich mich für eine Komposition von Bestandteilen entschieden. Die Einkäufe sollen sich so ergänzen, dass breite Einsatzmöglichkeiten bestehen. Nach dieser kopflastigen Planungsphase freue ich mich, bald in die praktische Tontechniktätigkeitsarbeit einzutauchen. Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die bei mir in den nächsten Tagen eintreffenden Mosaikstücke geben:

Wie bereits früher angekündigt, habe ich mich für das Digi 003 Rack+ als Audio Interface entschieden. Glücklicherweise konnte ich bei dieser Bestellung von einem Preisnachlass im Handel von ca. 500 Franken nach Ostern profitieren, sodass sogar unser Schuldeal mit Digidesign unterboten wurde. Obwohl ich kein grosser Freund der Geschäftsstrategie von Digidesign bin, scheint mir dieses Gerät doch ein gutes Herzstück im gesamten Setting zu bilden. Pro Tools 8 (mit seinen ausgebauten Möglichkeiten im Bereich MIDI) und das dazugehörige Plugin-Bundle werden hoffentlich ihre Dienste erfüllen.

Die 8 Pre Amps des Digi 003 Rack+ erweitere ich über den S/PDif Eingang mit dem Joemeek TwinQ um zwei weitere Mic Inputs. Dieser zweikanalige Channelstrip verfügt jeweils über einen Kompressor und einen Equilizer. Damit besteht bei zwei Signalen die Möglichkeit technisch zu komprimieren (vor der Digitalwandlung). Auch nach Fertigstellung eines Tracks im Pro Tools steht der TwinQ unter Umständen bereit, um das Stereosignal weiter verfeinern zu können.
Während bei einer Aufnahme des Schlagzeugs alle Inputs verwendet werden, habe ich beim Overdubing die Möglichkeit zwischen zwei unterschiedlichen Pre Amps auswählen zu können. Dies ergibt eine grössere Auswahl an Sounds, die zur Verfügung stehen, was sehr hilfreich sein kann, den richtigen Klang zu finden.

Um ein Schlagzeug mit allen seinen Komponenten aufnehmen zu können, habe ich mir ein Set für die Drum Mikrofonierung zugelegt. Mit etwas Glück und stundenlangen Internetrecherchen bin ich in den USA auf ein sehr preiswertes Angebot von Audix gestossen. Mit dem DP-7 habe ich scheinbar ein qualitativ gutes und bewährtes Mikrofonset erwischt, welches mir hoffentlich über längere Zeit Freude bereiten wird. Gerade das Bassdrum-, das Snare- und die Overhead Mikrofone scheinen auch mittelfristig ihre Berechtigung im Mikrofon-Portfolio zu haben.

Mit dem legendären SM7b von Shure habe ich mir zusätzlich ein sehr universell einsetzbares Mikrofon gekauft, das mir ein breites Anwendungsfeld eröffnet. Der Klang und die Einsatzmöglichkeiten dieses Mikrofons haben mich in der Schule extrem überzeugt. Neben Pearl Jam soll auch Micheal Jackson dieses Mikrofon verwendet haben (bei Thriller, wie ich irgendwo in den Niederungen des Internets gelesen habe).

Ergänzt werden diese Mikrofone durch ein Shure 
SM58, das ich bereits besitze, und den beiden beim TwinQ beigelegten Mikrofonen von von Joemeek. Sowohl das JM27-S wie auch das JM37 scheinen nicht die besten Teile zu sein, dennoch eröffnet es mir weitere Experimentiermöglichkeiten.

Bei den Studiomonitoren habe ich mich für die RP6 Rokit G2 von KRK entschieden. Neben dem schönen Design mit den gelben Lautsprechern überzeugen diese Stücke auch durch ein linerares Klangbild. Die Preises dieser Boxen bewegen sich zudem noch in einem vernünftigen Preisrahmen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Einkäufen, welche ich bei
Thomann, Unique Squared und ProGearDeals getätigt habe. Weitere Optionen kommen mir aber jetzt schon ohne grosses Nachdenken in den Sinn. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese Grundausstattung für viele Projekte ihren Dienst leisten werden. Mir stehen neben 10 guten Preamps, diverse Qualitätsmikrofone und ein zweikanaliger Channelstrip zur Verfügung.

Montag, 6. April 2009

Musik als Flyer - Wieviel soll man dafür ausgeben?

Heute wollen nur noch wenige Leute für Musik bezahlen. Es gibt ja auch gute Gründe dafür, denn die meisten Songs sind im Internet als Gratis-Download verfügbar (ob legal oder illegal sei mal dahin gestellt). Auf der anderen Seite muss die Musik aber nach wie vor aufgenommen werden, was weiterhin viel Geld kostet, wenn es wirklich einwandfrei klingen soll. Die Tendenz zur elektronischen Musik und die immer grösser werdenden Möglichkeiten im Homerecording Bereich haben die Nachfrage nach professionellen Studioaufnahmen klar abgeschwächt und die Preise für Aufnahmetage gesenkt. Dennoch kann eine Studioaufnahme qualitativ natürlich noch nicht ersetzt werden. Gründe dafür sind beispielsweise die Raumakkustik oder die Auswahl an verfügbaren Mikrofonen. Ein solches Projekt kostet auch nach wie vor genug Geld, sodass man sich das auch heute nicht einfach so leisten kann.

Aufgenommene Musik hat für einen Künstler oder eine Band immer noch einen grossen Stellenwert. Einerseits kann man sich auf diese Weise einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und andererseits können die Aufnahmen dazu verwendet werden, um sich bei Veranstaltern zu bewerben. Alle wollen die Musik hören, aber niemand will direkt für die aufgenommenen Songs bezahlen. Die aufgenommene Musik verkommt also immer mehr zum Flyer. Dennoch ist sie eine unabdingbare Investition für den Erfolg.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob in Zeiten in denen alle mit Ohrstöpseln in der lärmigen U-Bahn ihre MP3s hören nach wie vor die gleiche Qualität verlangt wird? In der beschriebenen Situation sicher nicht. Ansonsten ist es natürlich nach wie vor wünschenswert, dass die Musik gut klingt. Als unbekannte Band sollte man heute meiner Meinung nach jedoch versuchen möglichst kostengünstig ein gut klingendes Debüt Album aufzunehmen. Dann muss man Gigs so viele Gigs anreissen wie möglich, denn die Kohle fliesst in der heutigen Zeit mittels Live Auftritten und Merchandising.

Die digitale Revolution ermöglicht auch mit relativ bescheidenen finanziellen Mitteln qualitativ gute Aufnahmen. Die bekannte österreichische Band Guadalajara hat beispielsweise mit der Ausnahme von zwei Songs die gesammten Schlagzeugspuren mit Samples aufgenommen. Die Zeit und die Kosten im Studio kann man sich damit also sparen. Dafür sitzt man stundenlang vor dem Computer und bastelt an den Samples rum. Gitarrenaufnahmen kann man im Proberaum machen. Gute Mikrofone lassen sich ausborgen. Den Bass nimmt man über die DI-Ausgang auf. Für den Gesang muss man sich vielleicht etwas überlegen. Eine Gesangskabine ist aber auch selber zu bauen.

Lange Rede kurzer Sinn: Eigenaufnahmen werden immer besser. Als unbekannte Band kann man selber schon extrem viel erreichen, wenn man seine Instrumente im Griff hat und sich mit dem Aufnahme-Equipment auskennt.

Freitag, 27. März 2009

Erste Studio Session an der SAE

Leider war die erste Aufnahme Session im 8 Spur Studio, dem kleinsten Studio der SAE Wien, nur kurz. Dafür war es umso schöner. Mit einem Mitstudenten habe ich mich daran gemacht die ersten Signale aufzunehmen. Weil wir aber keine Instrumente oder ähnliche Klangerzeuger zur Verfügung hatten, habe ich kurzerhand selbst zum Mikrofon gegriffen. Genauer gesagt zu drei verschiedenen Mikrofonen: Einem Shure SM7, einem Beyerdynamic MC 740 und einem Haun MBH 608. Während das erste Mic ein dynimsches Mikrofon ist, handelt es sich bei den anderen beiden um Kondensatoren, welche Phantomspeisung benötigen.

Aufgenommen habe ich das allerseitsbekannte "The Lion Sleeps Tonight" (check it out on my myspace site). Die insgesamt sechs Stimmen waren innerhalb von 20 bis 30 Minuten auf der Harddisc vom Studio Mac. Bis auf eine Ausnahme haben wir alle aufgenommenen Spuren bei einem Take belassen. Danach habe ich das ganze am Pro Tools noch ein bisschen bearbeitet. Einerseits habe ich die Stimmen ins Paronama gesetzt, andererseits habe ich einen leichten Hall draufgegeben, die Bassstimme mit dem EQ bearbeitet und das ganze komprimiert. Editiert habe ich überhaupt nicht. Deshalb sind auch viele laute Atmer und einige Räusperer zu hören. Jeder Ton sitzt natürlich auch nicht sattelfest.

Alles in allem bin ich jedoch sehr beeindruckt, dass man so schnell Musik aufnehmen und sie zum Klingen bringen kann. Und das zweite Fazit ist, dass ich mit dem Klang vom SM7 für meine Stimme sehr zufrieden bin. Das alles weckt enorme Vorfreuede auf eine nächste Aufnahme Session! Die SAE macht einfach Spass...

Montag, 23. März 2009

Out in the Gurin 2009

Auch in diesem Sommer findet das legendäre Out in the Gurin Festival wieder statt. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich im Team der Tontechnik mitarbeiten und bei einigen Konzerten hinter dem Mischpult stehen. Mit Blick auf die ersten Bandbestätigungen lässt sich ein weiteres unvergessliches Openair Spektakel erahnen. Das Festival findet vom 31. Juli bis zum 2. August 2009 statt. Mit dabei sind unter anderem folgende Acts:

- The Hilarious
- The Royal Hangmen
- The Siegfried & Toys
- ThE JuNkSoUnD MoVeMEnT
- Demonium
- Mortimer
- Flying Dutchman
- Browny Man
- The dead leaves
- Soporifix
- The Capoonz
- Paul sails for rome
- NOFNOG

Viele weitere werden noch folgen! Macht also fett Werbung für das Festival...

Hier geht's zur offiziellen Out in the Gurin Homepage:
http://www.outinthegurin.ch

Donnerstag, 19. März 2009

Die Planungen schreiten voran

In den letzten Tagen bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich versuchen muss Equipment für ein mobiles Studio zu beschaffen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt Bands in ihren jeweiligen Proberäumen zu recorden. Dafür habe ich mir genau überlegt, was ich alles brauche. Ich glaube, es besteht bei vielen Bands der Bedarf eigene Demosongs veröffentlichen zu können. Dies möchte ich ausnutzen um Erfahrungen sammeln zu können. In Bezug auf die Verdienstmöglichkeiten mache ich mir allerdings keine allzu grossen Hoffnungen. Die Geräte könnte ich aber realistischerweise amortisieren. Es könnten auch durchaus sehr interessante Kontakte entstehen, welche längerfristig vielleicht hilfreich sind. Eine sehr wichtige Komponente dieses Vorhabens bildet aber noch ein grosses Fragezeichen - und zwar die Finanzierung.

Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, um die einzelnen Komponenten meines mobilen Studios vorzustellen. Das Herz bildet wie bereits beschrieben das Digi 003 Rack+ von Digidesign. Die Input-/und Outputoptionen bieten mir alles, was ich für mein Aufnahmevorhaben benötige. Ausserdem kann ich auch Erfahrungen mit Pro Tools sammeln, das in der Szene sehr etabliert ist. Aber was braucht man sonst noch um eine Band recorden zu können?

Der aufwändigste und schwierigste Teil ist sicherlich das Drumrecording. Während man bei den meisten übrigen Instrumenten mit einer Spur auskommt, verlangt eine Schlagzeugaufnahme ungleich mehr Spuren. Deshalb braucht man einige Mikrofone, um ein Drum qualitativ aufnehmen zu können. Ein Drummikrofon-Set ist deshalb unabdingbar. Im Auge habe ich das DC 4000 Set von the t.bone. Das besteht aus sieben Teilen und soll eine gewisse Klasse haben im unteren Preissegment. Gerade die Overhead-Mikrofone können auch für andere Zwecke verwendet werden (Gesang, Akustikgitarre).

Für die Abnahme von Gitarrenverstärkern wäre sicherlich ein SM57 wünschenswert - ein Mikrofonklassiker von Shure. Es ist nicht allzu teuer, hat sich aber für Gitarrenaufnahmen einen guten Ruf geschaffen. Ausserdem kann es auch für die Abnahme des Snares, einem der wichtigsten Bestandteile des Schlagzeugs, verwendet werden.
Darüberhinaus benötige ich natürlich auch diverse weitere Dinge: XLR Kabel, Mikrofonständer, mehr RAM für mein MacBook und eine externe Festplatte!

Tja, ich habe einiges vor... Wenn es mir gelingt, diese Ziele auch tatsächlich umzusetzen, wird es eine sehr spannende Zeit werden!

Dienstag, 10. März 2009

Möglichkeiten und Träume

In den letzten Tagen habe ich mich intensiv damit auseinander gesetzt, welche Anschaffungen für mich Sinn machen und was ich damit für Projekte starten kann. Das 003 Rack+ von Digidesign ist auf jeden Fall eine feine Sache. Die Tatsache, dass man damit ein ganzes Schlagzeug aufnehmen kann, ist schon sehr aufregend. Wenn ich die Finanzierung klären kann, werde ich mir dieses Teil zulegen!

Dieses Audio Interface bietet mir in der kurzen Frist die Möglichkeit Bands in ihren Proberäumen zu recorden. Auf diese Weise kann ich grosse Erfahrungen sammeln. Ich muss mich mit diversen Räumlichkeiten auseinander setzten und komme mit vielerlei Equipment in Kontakt. Ich denke, bei vielen Bands besteht auch der Bedarf mit einem SAE Studenten ihre eigenen Songs aufnehmen zu können. Auch im Hinblick auf meine Abschlussproduktion an der SAE ist es eine sehr gute Chance Bands kennen zu lernen und mit diversen Musikern gearbeitet zu haben.

In der langen Frist kann das 003 Rack+ aber auch das Herz eines kleinen Studios darstellen, da es noch mit unzähligen Komponenten erweitert werden kann. Es existiert ein breites Optimierungspotential rund um dieses grundlegende Aufnahmesystem (mit Interface und Pro Tools), um den Signalfluss zu verbessern. Man kann an allen Ecken und Enden Anschaffung tätigen, um die anfängliche Aufnahmesituation zu verbessern - von Mikrofonen über Outboard-Geräte wie Kompressoren bis hin zu einer geeigneten Räumlichkeit.

Die Recherchen in den letzten Tagen haben für mein Verständnis im Bereich der Tontechnik sehr viel gebracht. Ich habe mich mit diversen Geräten, Schnittstellen und Aufnahmesituationen befasst. Dabei habe ich auch den Wert der SAE zu schätzen gelernt. Grundsätzlich kann man sich alles selber beibringen, was man an der Schule lernt. Man ist aber am Brennpunkt des Wissens. Die Informationen sind geordnet und man hat stets die Gelegenheit jenen Dozenten auszufragen, der sich in einem speziellen Bereich besonders gut auskennt. Das ist eindeutig die Stärke der SAE!

Sonntag, 1. März 2009

Welches Audio Interface?

Mein Ziel ist es in naher Zukunft auch privat wieder aufnehmen zu können. Da mein altes und geliebtes vs-880 von Roland vor geraumer seinen Geist aufgegeben hat, bin ich gezwungen eine neue Anschaffung zu tätigen. Ich setze mich nun schon seit Wochen mit der Frage auseinander, welches Audio Interface meine Bedürfnisse am besten befriedigt. Da ich gerne mit Pro Tools LE arbeiten würde, stehen mir verschiedene Produkte von Digidesign zur Auswahl: Einerseits sind das die Mbox 2 / Mbox 2 Pro (kleinere und billigere Variante) oder das relativ neue 003 Rack+ (grössere und teurere Variante).

Um diese Entscheidung sinnvoll treffen zu können, muss ich mir meine Ansprüche genau überdenken. Was will ich eigentlich aufnehmen? 

Wenn ich mich für eine Mbox entscheide, stehen mir 2 Mic Inputs und 2 bzw. 4 Line/DI Inputs zur Verfügung aufnehmen. Der Anwendungsbereich ist also auf den Eigenbedarf beschränkt. Maximal könnte ich eine/n Singer/SongwriterIn aufnehmen. Ein Schlagzeug gut aufzunehmen ist bei diesen Gegebenheiten unmöglich. Beim 003 Rack stehen mir 8 Mic Inputs und 8 Line/DI Inputs zur Verfügung. Neben den eigenen Aufnahmen könnte ich theroretisch auch etwas grössere Projekte in Angriff nehmen. Beispielsweise könnte ich versuchen Demotapes für verschiedene Bands in ihren Proberäumen zu recorden. Mit 8 Mikrofonen bringt man eine mehr oder weniger vernünftige Schlagzeugaufnahme zustande. Der ganze Rest wäre dann in der Folge kein Problem mehr, weil es sich da immer um weniger Kanäle handelt als beim Schlagzeug.

Allein mit den theoretischen Möglichkeiten ist es allerdings nicht getan. Wenn mir beim 003 Rack+ 8 Mikrofoneingänge zur Verfügung stehen, muss ich natürlich auch 8 passende Mikrofone verwenden können um dieses Potential auch zu nutzen. Momentan besitze ich lediglich ein Shure SM58. Entsprechende Mikrofone, Kabel und dergleichen müsste ich mir also ebenfalls anschaffen oder ausborgen, um solche "grössere" Projekte durchführen zu können.

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Das muss einfach alles nochmals genau durchdacht werden, bevor die Kaufentscheidung mit einem guten Gefühl vollzogen werden kann...

Sonntag, 22. Februar 2009

Mix Down

Am 16. Januar 2009 habe ich mit meiner früheren Band - den Freaky Funky Beer Doze - mein Abschiedskonzert gegeben. Der Gig im Alten Kino in Mels SG (CH) war ein voller Erfolg. Zur Feier des Tages haben wir den Auftritt aufgezeichnet. Als SAE Student und Tontechniker ist es nun meine Aufgabe die Liveaufnahme abzumischen.

Die Datenmenge ist mit 11.47 GB gigantisch. Insgesamt handelt es sich um 22 Spuren, die jeweils circa 90 Minuten dauern. Bisher habe ich versucht einen Überblick zu gewinnen und in der Folge einen ersten Grundmix gemacht. Alles in allem scheint es so, dass ein tolles Zeitdokument das Ergebnis sein wird. Mit aller Kraft werde ich versuchen das beste aus den einzelnen Signalen rauszuholen, um einen interessanten und gut klingenden Tonträger zu produzieren.

Es werden sicher viele Stunden verstreichen, bis dieses Projekt abgeschlossen ist. Man darf also noch eine ganze Weile gespannt sein, wie es schlussendlich klingen wird...

Check it out!

Montag, 16. Februar 2009

Was bisher geschah!

Im letzten Sommer habe ich einen Kurswechsel vollzogen und mich entschieden von einer kleinen und spannenden Kulturstadt in eine Kulturmetropole zu ziehen, nämlich von Winterthur nach Wien. Dafür habe ich meinen Job aufgegeben, meine geliebte WG verlassen, das Kapitel meiner alten Band Freaky Funky Beer Doze nach einem intensiven Albumprojekt (vorerst) geschlossen - um ein neues Leben in einer aufregenden Stadt zu starten.

Nach dem VWL Studium und einigen Berufsjahren in der Schweiz, habe ich mich für eine weitere Ausbildung entschlossen. Um meinen Träumen zu folgen und mich selbst zu verwirklichen habe ich im vergangenen Herbst die Ausbildung "Audio Engineering" am SAE Institute in Wien begonnen. Diese Entscheidung habe ich bisher nie bereut. Sowohl die Ausbildung, wie auch das übrige Leben in Wien gefällt mir ausserordentlich gut.

Vor einigen Wochen habe ich endlich Anschluss an eine Band gefunden, was ebenfalls zu einem meiner Hauptziele gehörte. Die ersten Proben lassen erahnen, dass sich bei diesem Projekt schon etwas Spannendes ergeben könnte.

Diese Seite wird sich mit diesen und weiteren Aspekten aus
meinem Leben befassen. Von Musik über die Tontechnik bis zum Leben in Wien soll alles enthalten sein...