Nachdem die Deadline für den definitiven Schnitt überschritten wurde, habe ich unter grösstem Zeitdruck den Ton fertig stellen müssen. Mit viel Arbeit habe ich beispielsweise bessere Tontakes so unauffällig wie möglich ins Bildmaterial eingefügt. Daneben habe ich pregnannte Geräusche mit meinen aufgenommenen Samples unterstützt (Türknallen, Fahrradgerschäusche etc.). Es galt auch die Stimmen zu bearbeiten, um störende S-Laute zu unterdrücken. Ich habe an allen Ecken und Enden versucht, das beste aus dem Material rauszuholen.
In einem weiteren Schritt habe ich mit Hilfe eines Mitstudenten das Rauschen unterdrückt. Er verfügt über ein Plugin, welches störende Geräusche rausfiltern kann, in dem es aus reinen Rauschgeräuschen lernt und diese Störsignale in der Folge unterdrückt. Ziemlich beeindruckt von diesen technischen Möglichkeiten habe ich die eindeutig bessere Tonqualität freudig zur Kenntnis genommen.
Den Ton habe ich mit Pro Tools bearbeitet, das in der Filmtonbranche ein sehr gängiges Programm ist. Die Bearbeitung der Tonspuren mit Rücksicht auf das Bildmaterial ist sehr einfach und übersichtlich. Spannend ist vor allem die Wirkung des Tons im Film. Wann soll ein Signal laut sein, wann eher leise? Wichtig ist immer, dass man sich überlegt, was für die Story wichtig ist. Unbedeutende Geräusche müssen dabei nicht hervorgehoben werden, da dies für den Zuschauer eher irritierend wirkt.
Insgesamt habe ich in diesem Projekt viel gelernt. Zudem hat es grossen Spass gemacht. An ähnlichen Projekten würde ich sehr gerne wieder mitarbeiten. Die Übungen und die Vorlesungen an der SAE sind eine Sache, die praktischen Erfahrungen eine andere...
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