Mittwoch, 27. Mai 2009

Live Einsatz

Am 12. Juni wird das Aufnahme-Equipment voraussichtlich einen ersten Live Test bestehen müssen. Im Replugged, an der Lerchenfelderstrasse 23 im 7. Bezirk, ist geplant, das Konzert von Meidling3 & Friends live aufzuzeichnen. Die dreiköpfige Band wird dabei von drei Gastmusikern unterstützt. Mehrstimmiger Gesang, Keyboards, Perkussion und diverse Gitarren werden das Publikum an diesem Abend unterhalten.

Im tontechnischen Einsatz stehen dabei das Digi 003 Rack+ sowie ein Interface von Steinberg, das über ADAT angeschlossen wird. Zur Verfügung stehen damit 16 Kanäle, welche gleichzeitig aufgezeichnet werden können. Es sind also genügend Kanäle vorhanden, um alle Instrumente sowie zwei Raumsignale aufnehmen  zu können.

Ich bin sehr gespannt wie dieser Live Test funktioniert. Ich hoffe sehr, dass wir damit ein zufriedenstellendes Resultat erreichen.

Samstag, 23. Mai 2009

Erste Erfahrungsberichte

Das Equipment ist mittlerweile bei mir eingetroffen und bereits auf die Funktionstüchtigkeit getestet. Ich bin sehr glückich darüber, dass alles in gutem Zustand bei mir angekommen ist. Jetzt gilt es, mich mit den verschiedenen Bestandteilen vertraut zu machen und den Aufnahmeprozess zu optimieren.

Seit Erhalt der Audiointerfaces arbeite ich an einem Song. Es macht grossen Spass die einzelnen Bestandteile miteinander zu kombinieren. Sowohl das Digi 003 Rack+, wie auch der zweikanalige Channelstrip von Joemeek verfügen über gute Preamps. Nichtsdestotrotz sind Unterschiede im Klang auszumachen. Zusätzlich hat man beim TwinQ natürlich durch den optischen Kompressor und den Equilizer unzählige Möglichkeiten den Klang zu beeinflussen. In Kombination mit den verschiedenen Mikrofonen ergibt sich eine breite Platte an verschiedenen Sounds, die erzeugt werden können.

Daneben arbeite ich wie angekündigt am Mixdown vom Live Konzert von FFBD im vergangenen Januar im Alten Kino in der Ostschweiz. Dieses Projekt ist sehr zeitintensiv und wird sich über einige Zeit hinziehen. Diese Arbeit hilft mir den Umgang mit Pro Tools 8 im Editierbereich zu verschnellern und die Abläufe zu optimieren. Gerade weil es sich um eine riesige Datenmenge handelt, muss man einige Überlegungen anstellen, wie man bei einem solchen Projekt vorgeht. Das sind spannende Erfahrungen, auf die ich bei kommenden Projekten zurückgreifen kann.

Am gestrigen Abend konnte ich zudem mein Mikrofonset von Audix zum ersten mal testen. Das DP7 ist wirklich eine wunderbare Komposition an sehr guten Mikrofonen, die brauchbare Signale liefern. Im Hinblick auf die nächste Übungsabgabe an der SAE müssen wir eine Musikaufnahme machen. Über eine vorbereitete Pilotspur haben wir zuerst die Gitarre aufgenommen. Dafür haben wir die beiden Kleinmembran-Kondensator Mikrofone (ADX51) aus dem Set genommen, die bei einer Schlagzeugaufnahme als Overhead Mics zum Einsatz kommen würden. Das eine wurde unten am Griffbrett, das andere etwas weiter oben aus der Sicht des Musikers links am Korpus positioniert. Der Klang, den wir auf diese Weise erzielten, war sehr natürlich und angenehm.

Für die anschliessende Bassaufnahme haben wir drei Mikrofone ausgetestet. Einerseits das D6 (Bassdrum) und das D4 (Floortom/Bassdrum) aus dem Set, andererseits das legendäre D112 von AKG. In diesem Fall lieferte das D6 den besten Klang. Ein mächtiger Bass mit einem klaren Signal war das Resultat. Auch das D4 war um einiges besser als das D112. Jedoch kann es sein, dass das Mikrofon von AKG durch die Verwendung an der Schule evtl. schon leicht ramponiert ist, weshalb ich an dieser Stelle keine abschliessende Bewertung dieses Mikrofons vornehmen möchte. Die Mikrofone von Audix lieferten aber auf alle Fälle die besseren Signale.

Später haben wir noch ein Cajon aufgenommen. Wir positionierten das D6 hinten am Schallloch, das D4 vorne im unteren Bereich,  sowie ein i5 (im Set für die Snare, dynamisches Mikrofon, ähnlich zum SM57 von Shure) und ein ADX51 vorne im oberen Bereich. Auch hier überzeugten die Mikrofone von Audix. Sehr spannend wird es sein im Mix die richtige Kombination der Signale zu wählen, weil diese aufgrund der Position und auch der verschiedenen Mikrofontypen doch sehr unterschiedlich sind.

Alles in allem habe ich mich im Kauf des DP7 Sets von Audix sehr bestätigt gefühlt. Ergänzt mit dem SM7b, welches ich letzte Woche erhalten habe, kann ich unzählige Instrumente brauchbar aufnehmen. Von akustischen und elektrischen Gitarren über Holz- und Blechblasinstrumente bis zu Schlagzeug, Perkussion und Gesang ist überall ein passendes Mikrofon mit einer anständigen Qualität vorhanden. Ich freu mich auf jeden Fall auf alle zukünftigen Aufnahmen mit meinem eigenen Equipment!

Mit den Studiomonitoren von KRK bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Sie sind sehr angenehm und damit geeignet, um auch über 
eine längere Zeit Musik objektiv beurteilen zu können. Der Klang ist sehr linear und es macht Spass mit ihnen zu arbeiten.

Montag, 4. Mai 2009

Equipment Anschaffungen

Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedensten Audio Interfaces, Mikrofonen, Pre Amps und Studiomonitoren, habe ich mich für eine Komposition von Bestandteilen entschieden. Die Einkäufe sollen sich so ergänzen, dass breite Einsatzmöglichkeiten bestehen. Nach dieser kopflastigen Planungsphase freue ich mich, bald in die praktische Tontechniktätigkeitsarbeit einzutauchen. Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die bei mir in den nächsten Tagen eintreffenden Mosaikstücke geben:

Wie bereits früher angekündigt, habe ich mich für das Digi 003 Rack+ als Audio Interface entschieden. Glücklicherweise konnte ich bei dieser Bestellung von einem Preisnachlass im Handel von ca. 500 Franken nach Ostern profitieren, sodass sogar unser Schuldeal mit Digidesign unterboten wurde. Obwohl ich kein grosser Freund der Geschäftsstrategie von Digidesign bin, scheint mir dieses Gerät doch ein gutes Herzstück im gesamten Setting zu bilden. Pro Tools 8 (mit seinen ausgebauten Möglichkeiten im Bereich MIDI) und das dazugehörige Plugin-Bundle werden hoffentlich ihre Dienste erfüllen.

Die 8 Pre Amps des Digi 003 Rack+ erweitere ich über den S/PDif Eingang mit dem Joemeek TwinQ um zwei weitere Mic Inputs. Dieser zweikanalige Channelstrip verfügt jeweils über einen Kompressor und einen Equilizer. Damit besteht bei zwei Signalen die Möglichkeit technisch zu komprimieren (vor der Digitalwandlung). Auch nach Fertigstellung eines Tracks im Pro Tools steht der TwinQ unter Umständen bereit, um das Stereosignal weiter verfeinern zu können.
Während bei einer Aufnahme des Schlagzeugs alle Inputs verwendet werden, habe ich beim Overdubing die Möglichkeit zwischen zwei unterschiedlichen Pre Amps auswählen zu können. Dies ergibt eine grössere Auswahl an Sounds, die zur Verfügung stehen, was sehr hilfreich sein kann, den richtigen Klang zu finden.

Um ein Schlagzeug mit allen seinen Komponenten aufnehmen zu können, habe ich mir ein Set für die Drum Mikrofonierung zugelegt. Mit etwas Glück und stundenlangen Internetrecherchen bin ich in den USA auf ein sehr preiswertes Angebot von Audix gestossen. Mit dem DP-7 habe ich scheinbar ein qualitativ gutes und bewährtes Mikrofonset erwischt, welches mir hoffentlich über längere Zeit Freude bereiten wird. Gerade das Bassdrum-, das Snare- und die Overhead Mikrofone scheinen auch mittelfristig ihre Berechtigung im Mikrofon-Portfolio zu haben.

Mit dem legendären SM7b von Shure habe ich mir zusätzlich ein sehr universell einsetzbares Mikrofon gekauft, das mir ein breites Anwendungsfeld eröffnet. Der Klang und die Einsatzmöglichkeiten dieses Mikrofons haben mich in der Schule extrem überzeugt. Neben Pearl Jam soll auch Micheal Jackson dieses Mikrofon verwendet haben (bei Thriller, wie ich irgendwo in den Niederungen des Internets gelesen habe).

Ergänzt werden diese Mikrofone durch ein Shure 
SM58, das ich bereits besitze, und den beiden beim TwinQ beigelegten Mikrofonen von von Joemeek. Sowohl das JM27-S wie auch das JM37 scheinen nicht die besten Teile zu sein, dennoch eröffnet es mir weitere Experimentiermöglichkeiten.

Bei den Studiomonitoren habe ich mich für die RP6 Rokit G2 von KRK entschieden. Neben dem schönen Design mit den gelben Lautsprechern überzeugen diese Stücke auch durch ein linerares Klangbild. Die Preises dieser Boxen bewegen sich zudem noch in einem vernünftigen Preisrahmen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Einkäufen, welche ich bei
Thomann, Unique Squared und ProGearDeals getätigt habe. Weitere Optionen kommen mir aber jetzt schon ohne grosses Nachdenken in den Sinn. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese Grundausstattung für viele Projekte ihren Dienst leisten werden. Mir stehen neben 10 guten Preamps, diverse Qualitätsmikrofone und ein zweikanaliger Channelstrip zur Verfügung.