Samstag, 23. Mai 2009

Erste Erfahrungsberichte

Das Equipment ist mittlerweile bei mir eingetroffen und bereits auf die Funktionstüchtigkeit getestet. Ich bin sehr glückich darüber, dass alles in gutem Zustand bei mir angekommen ist. Jetzt gilt es, mich mit den verschiedenen Bestandteilen vertraut zu machen und den Aufnahmeprozess zu optimieren.

Seit Erhalt der Audiointerfaces arbeite ich an einem Song. Es macht grossen Spass die einzelnen Bestandteile miteinander zu kombinieren. Sowohl das Digi 003 Rack+, wie auch der zweikanalige Channelstrip von Joemeek verfügen über gute Preamps. Nichtsdestotrotz sind Unterschiede im Klang auszumachen. Zusätzlich hat man beim TwinQ natürlich durch den optischen Kompressor und den Equilizer unzählige Möglichkeiten den Klang zu beeinflussen. In Kombination mit den verschiedenen Mikrofonen ergibt sich eine breite Platte an verschiedenen Sounds, die erzeugt werden können.

Daneben arbeite ich wie angekündigt am Mixdown vom Live Konzert von FFBD im vergangenen Januar im Alten Kino in der Ostschweiz. Dieses Projekt ist sehr zeitintensiv und wird sich über einige Zeit hinziehen. Diese Arbeit hilft mir den Umgang mit Pro Tools 8 im Editierbereich zu verschnellern und die Abläufe zu optimieren. Gerade weil es sich um eine riesige Datenmenge handelt, muss man einige Überlegungen anstellen, wie man bei einem solchen Projekt vorgeht. Das sind spannende Erfahrungen, auf die ich bei kommenden Projekten zurückgreifen kann.

Am gestrigen Abend konnte ich zudem mein Mikrofonset von Audix zum ersten mal testen. Das DP7 ist wirklich eine wunderbare Komposition an sehr guten Mikrofonen, die brauchbare Signale liefern. Im Hinblick auf die nächste Übungsabgabe an der SAE müssen wir eine Musikaufnahme machen. Über eine vorbereitete Pilotspur haben wir zuerst die Gitarre aufgenommen. Dafür haben wir die beiden Kleinmembran-Kondensator Mikrofone (ADX51) aus dem Set genommen, die bei einer Schlagzeugaufnahme als Overhead Mics zum Einsatz kommen würden. Das eine wurde unten am Griffbrett, das andere etwas weiter oben aus der Sicht des Musikers links am Korpus positioniert. Der Klang, den wir auf diese Weise erzielten, war sehr natürlich und angenehm.

Für die anschliessende Bassaufnahme haben wir drei Mikrofone ausgetestet. Einerseits das D6 (Bassdrum) und das D4 (Floortom/Bassdrum) aus dem Set, andererseits das legendäre D112 von AKG. In diesem Fall lieferte das D6 den besten Klang. Ein mächtiger Bass mit einem klaren Signal war das Resultat. Auch das D4 war um einiges besser als das D112. Jedoch kann es sein, dass das Mikrofon von AKG durch die Verwendung an der Schule evtl. schon leicht ramponiert ist, weshalb ich an dieser Stelle keine abschliessende Bewertung dieses Mikrofons vornehmen möchte. Die Mikrofone von Audix lieferten aber auf alle Fälle die besseren Signale.

Später haben wir noch ein Cajon aufgenommen. Wir positionierten das D6 hinten am Schallloch, das D4 vorne im unteren Bereich,  sowie ein i5 (im Set für die Snare, dynamisches Mikrofon, ähnlich zum SM57 von Shure) und ein ADX51 vorne im oberen Bereich. Auch hier überzeugten die Mikrofone von Audix. Sehr spannend wird es sein im Mix die richtige Kombination der Signale zu wählen, weil diese aufgrund der Position und auch der verschiedenen Mikrofontypen doch sehr unterschiedlich sind.

Alles in allem habe ich mich im Kauf des DP7 Sets von Audix sehr bestätigt gefühlt. Ergänzt mit dem SM7b, welches ich letzte Woche erhalten habe, kann ich unzählige Instrumente brauchbar aufnehmen. Von akustischen und elektrischen Gitarren über Holz- und Blechblasinstrumente bis zu Schlagzeug, Perkussion und Gesang ist überall ein passendes Mikrofon mit einer anständigen Qualität vorhanden. Ich freu mich auf jeden Fall auf alle zukünftigen Aufnahmen mit meinem eigenen Equipment!

Mit den Studiomonitoren von KRK bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Sie sind sehr angenehm und damit geeignet, um auch über 
eine längere Zeit Musik objektiv beurteilen zu können. Der Klang ist sehr linear und es macht Spass mit ihnen zu arbeiten.

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