Sonntag, 5. Juli 2009

Filmprojekt Farina - Teil 1

Im Juni habe ich bei einem studen- tischen Film- projekt mit- gearbeitet. Der Film wurde von Studenten des Studien- gangs "Medien-, Film- und Theaterwissenschaften" gedreht. Im Internet haben sie zusätzlich nach Schauspielern und einem Tontechniker gesucht. Nachdem ich mich auf diese Anzeige gemeldet habe, war ich als Tontechniker an Bord. Dabei war ich sowohl auf dem Set, wie auch in der Post Produktion für den Ton zuständig. In diesem Teil möchte ich mich auf die Arbeit am Set beschränken.

Da ich die definitive Zusage für die Mitarbeit erst am Vorabend des ersten Drehtages bekommen habe, blieb für eine gemeinsame Vorbereitung keine Zeit und ich wurde sozusagen ins kalte Wasser geworfen. Das Equipment habe ich erst am Drehtag zu Gesicht bekommen. Den Ton wurde über ein kleines 4-Kanal Mischpult von Behringer direkt in der Kamera aufgenommen. Da die Behringer Pre Amps nicht unbedingt für ihre Qualität bekannt sind, haben die Signale entsprechend gerauscht. Meine Pre Amps wären mit Sicherheit um einiges besser gewesen. Eine Verwendung meiner Geräte war aber aus Zeitgründen nicht mehr möglich. Also musste ich mit den gesetzten Gegebenheiten klar kommen.

Meine
Aufgabe bestand in erster Linie darin, mit der Tonangel möglichst gute Signale einzufangen ohne im Bild zu sein. Was auf den ersten Eindruck nicht so schwierig erscheint, ist auf Dauer sehr anstrengend, braucht grosse Konzentration, erfordert eine ruhige Hand und manchmal auch eine gewisse Kreativität. Obwohl ich mich hauptsächlich auf die Position der Angel konzentrieren musste, sollte ich gleichzeitig auch den Pegel (mit Anzeige auf dem Display der Kamera) möglichst gut im Griff haben. Wenn es offensichtlich übersteuert hat, musste ich einschreiten und einen weiteren Take dieser Szene einfordern.

An den drei Drehtagen standen unterschiedliche Mikrofone zur Verfügung. Am ersten und grösstenteils am zweiten Tag war das ein Richtmikrofon von Sennheiser - dazwischen zur Not mein SM7 - und am letzten Drehtag ein NTG1 von Rode.

Die Arbeit hat insgesamt sehr grossen Spass gemacht. Das Zusammenspiel zwischen Regie, Licht, Kamera und Ton ist äusserst spannend. Die Drehtage waren sehr lang, die Zeit verging dabei aber wie im Flug. Nach Drehende habe ich mich zusätzlich um Samples für einzelne wichtige Geräusche gekümmert, welche dann schliesslich in der Postproduktion unterstützend zur Anwendung kamen. Gedreht haben wir in einer privaten Wohnung, in einem Park und in einem Krankenhaus in Wien. Jedes Mal waren dieBedingungen im Bezug auf die Akustik völlig unterschiedlich.

Ich habe festgestellt, dass man in der Praxis wirklich sehr viel lernen kann, was mich motiviert weitere solche Projekte in Angriff zu nehmen.

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